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Mittwoch, 8. Juli 2020

Gurken

Dieses Jahr hatte ich auch "mexikanische Minigurken" vorgezüchtet. Die sehen echt niedlich aus und werden kaum größer als ein Daumennagel. Es sind die idealen Snackgurken und ein echter Hingucker in jedem Salat...

Leider haben die Pflanzen den Umzug ins Freie nicht gut vertragen. Erst sah es so aus, als wäre die Sonne zu stark. Die Blätter sind gelb und trocken geworden und Teile der Pflanze starben ab. Mittlerweile haben sich die Pflanzen etwas erholt. Allerdings sind die Pflanze jetzt spät dran. Blüten kann man noch nicht erkennen.

Mexikanische Minigurke - sieht noch etwas dürftig aus


Ganz im Gegensatz dazu die "normale" Gurke. Die habe ich allerdings im Baumarkt meines Vertrauens als Pflanze gekauft. Auch hier geschah zuerst nichts. Vor einigen Tagen aber setzte das Wachstum ein. Die Pflanze rankt, es bilden sich Blüten und sogar die erste Gurke wird jeden Tag größer.

gekaufte Gurkenpflanze - Blüten und Früchte...

Samstag, 4. Juli 2020

Ausgeizen oder lieber nicht?

Jeder der sich mit Tomaten beschäftigt, hat schon mal etwas vom Ausgeizen gehört.

Beim Ausgeizen entfernt man Seitentriebe der Pflanze. Und jeder hat zu diesem Thema seine eigenen Meinung.

Unbestreitbar ist, dass die Seitentriebe Nährstoffe brauchen. Wenn zu viele dieser Seitentriebe stehen bleiben, kann die Pflanze die Tomatenfrüchte im schlechtesten Fall nicht mehr mit ausreichend Nährstoffen versorgen. Die Folge sind kleine Früchte, schlechte Qualität oder Früchte die nicht ausreifen.

Die radikale Variante ist, alle Seitentriebe zu entfernen - also auszugeizen.

Ich selbst habe immer mal wieder 1-3 Triebe wachsen lassen. Auch dort bilden sich nämlich Früchte. Die Pflanze trägt also in Summe mehr Früchte. Gerade wenn die Wuchshöhe z.B. durch kleine Pflanzstäbe limitiert ist, lasse ich gern einen Seitentrieb stehen. Wie gesagt, es besteht die Gefahr, dass die Pflanze damit nicht mehr genug "Kraft" für alle Früchte hat. Das muss man ausprobieren.

Um das Ganze mal zu vergleichen, habe ich mir dieses Jahr zwei Sorten ausgesucht. Die "Rheinlands Ruhm" und die "Tamina". Jeweils eine Pflanze habe ich komplett ausgegeizt und bei einer Pflanze habe ich exakt einen Seitentrieb stehen lassen. Auch habe ich darauf geachtet, dass die Pflanzen in etwa die gleiche Wuchshöhe und Kompaktheit haben. Damit sollte es vergleichbar sein. Ich bin gespannt, wie sehr sich die Früchte der ausgegeizten Pflanze von denen der anderen Pflanze unterscheiden.

Das Ausgeizen selbst ist einfach. Man erkennt die Seitentriebe sehr schnell. Sie wachsen in der "Achsel" zwischen dem Haupttrieb und dem Seitenarm mit den Blättern. Man knickt den Seitentrieb dann einfach ab. Je früher, desto besser, damit die Pflanze nicht unnötig Kraft dorthin gibt. Kleiner Tipp: Handschuhe anziehen! Die Hände riechen zwar sonst danach lecker nach Tomate, die Verfärbungen waschen sich aber nur sehr schwer von der Haut ab.

Sollte weg - großer Seitentrieb oben links / kleiner Trieb unten rechts




Die Seitentriebe können sehr groß werden

Donnerstag, 2. Juli 2020

Tomaten wachsen weiter

Aktueller Status der Tomaten: durch das Düngen haben die Tomaten wirklich einen ordentlichen Wachstumsschub bekommen. Mittlerweile sind die Pflanzen circa hüfthoch. Es wachsen immer mehr Seitentriebe und ich muss langsam anfangen diese Triebe auszugeizen.

hüfthohe Pflanzen


Aus den Blüten sind nun schon kleine Früchte geworden. Es geht voran...


Tomatenblüte und kleine Früchte



Sonntag, 28. Juni 2020

Tomaten Wachstum

Eigentlich war ich mit meinen Pflanzen sehr zufrieden. Bis ich neulich Freunde besuchte, die von mir gezüchtete Pflanzen auf dem Balkon haben. Die Pflanzen waren locker doppelt so groß und die Stengel deutlich dicker. Auch sahen die Pflanzen viel grüner aus.
 
Meine Ursachenforschung ließ nur einen Schluss zu: den Pflanzen fehlt es an Nährstoffen.

Das es nicht optimal ist, die Pflanzen jedes Jahr an die gleiche Stelle zu setzen, war mir klar. Aber ich hatte doch auch gedüngt... Meine Vermutung ist, dass der Flüssigdünger aus dem Vorjahr nicht mehr gut war.
 
Also habe ich fix für Ersatz gesorgt. Gleicher Bio Flüssigdünger, nur diesmal eben neu aus dem Laden. Und siehe da, bereits die erste Gabe quittierten die Pflanzen mit Wachstum. Die Blätter wurden größer, grüner und die Pflanzen insgesamt kompakter.
 
Mittlerweile tragen die Tomaten die ersten Blüten. Alles sieht soweit gut aus.

Tomatenblüte - aus den Blüten entstehen später die Früchte

 
Woran erkennt Ihr, dass Euren Tomaten Nährstoffe fehlen?
 
- die Blätter sind nicht richtig grün, sondern eher blass - das deutet auf Stickstoffmangel.

- die Blätter sind nicht richtig grün, sondern eher purpurn - das deutet auf Phosphatmangel (kann aber auch bei kalten Nächten passieren)

- die Blätter sind nicht richtig grün, sondern eher gelb - das deutet auf Magnesiummangel

- die Blätter sind zwar grün, aber am Rand hell - das deutet auf Kaliummangel
 
Ich selbst habe den Dünger noch nie "gezielt" auf einen bestimmten Mangel abgestimmt. Die meisten Dünger beinhalten alle genannten Nährstoffe in der idealen Zusammensetzung für die Pflanze.
 
Aufpassen müsst ihr, wenn die Blätter sich anfangen einzurollen. Das ist ein deutliches Anzeichen für Überdüngung. Dann sollte ihr einen Gang zurückschalten und den Zeitraum zwischen den einzelnen Gaben des Düngers verlängern.
 

Samstag, 6. Juni 2020

Wasser marsch!

Über dieses Projekt habe ich sehr lange nachgedacht. Es gab viel Pro und Contra. Natürlich ist eine automatische Bewässerung eine feine Sache und spart sogar Geld, weil man wassersparende Tröpfchenbewässerung einsetzen kann. Anderseits darf bezweifelt werden, dass sich die Anschaffungskosten jemals rentieren. Insbesondere wenn man sonst sogar mit Regenwasser gießt.

Gleichzeitig kennt jeder Hobby-Gärtner den Schmerz den man fühlt, wenn die Pflanzen vertrocknet sind, nur weil man mal vergessen hat zu gießen. Aktuell habe ich Zeit für den Garten. Aber es gab auch andere Wochen, in denen ich im Dunkeln aus dem Büro nach Hause kam und keine Zeit für Garten war. Da ist eine Automatik schon toll.

Am Ende hat mich auch das Projekt gereizt. Bewässerungssysteme sind ja so eine Art LEGO für Erwachsene....


Ich wurde nicht enttäuscht. Alles ließ sich wunderbar verlegen. Man sollte natürlich vorher gründlich überlegen, wie man die Leitung verlegen möchte. Schon allein aufgrund der Kosten macht es Sinn, die Leitungen so effizient wie möglich zu verlegen. 

In meinem Fall geht die Hauptleitung seitlich am Beet vorbei und von dort gehen jeweils die schmaleren Bewässerungsleitungen ab. In diese Leitungen kommen dann die entsprechenden Bewässerungsdüsen.

Bei den Tomaten habe ich mich dabei für einstellbare Tropfer entschieden. Bei denen kann man die Durchflussmenge einstellen. So kann ich sicherstellen, dass die Tomaten die exakte Menge an Wasser bekommen.

Die Schläuche bekommt man als 15 oder 30 Meterlänge bzw. auch als Meterware. Man schneidet dann den Schlauch einfach ab und steckt den Verteiler oder Tropfer/Düse an. Daran kommt dann wieder der Schlauch. Das war's. Kein Schrauben, kein Kleben. Wenn man die Leitung auf Höhe der Düse mit einer der Halterungen fixiert, bleibt die Düse auch am Platz und verdreckt nicht so schnell.

Durch das "Tropfen" verdunstet weniger Wasser. Man sieht auf dem Bild sehr schön, dass es nur rund um die Pflanze nass ist. Schöner Nebeneffekt - das Unkraut auf dem Rest des Beetes bekommt kein Wasser und wächst daher nicht so stark.

Mein System läuft mit einem Bewässerungscomputer. Der stellt das Wasser aktuell pro Tag für 30 Minuten an. Das reicht aktuell vollkommen aus. Ich spare Zeit. Die kann ich später gut gebrauchen, um die Pflanzen auszugeizen, und bei Wachstum die "Halteclips" neu zu fixieren oder auch zu ernten :-)

Mein erstes Fazit: ich bin durchaus begeistert. Zwar ist ein Preis von ca. 130 Euro für die Pflege von 35 Tomatenpflanzen schon eine Hausnummer. Andererseit sollte es auch mehr als ein Jahr lang halten und mir eine Menge Zeit sparen. Wir werden sehen...


Freitag, 5. Juni 2020

Beete sind fertig

Jetzt sind auch endlich alle Beete fertig. Man sieht es auf dem Bild noch nicht, aber es sind tatsächlich alle Tomaten "in der Freiheit". In Summe sind es jetzt 35 Pflanzen.

Außerdem habe ich eine kleine Rankehilfe gebaut, an der die Gurken Platz finden sollen.

Nächstes Projekt wird die Bewässerung sein.

Montag, 18. Mai 2020

Umzug ins Beet - erstes Feld

Endlich - die lang ersehnten Pflanzstäbe sind da. Heute konnten daher die ersten 11 Pflanzen ins Beet ziehen.
Das Wetter ist prima, die nächsten Tage sollen sogar richtig warm werden. Nur der Wind weht stark, daher habe ich die Pflanzen lieber mit extra viel Klemmen fixiert.


Vier Reihen - von links nach rechts: Moneymaker, Marmande, Tamina, Rheinlands Ruhm.

Ganz hinten rechts steht noch ein Stachelbeerstrauch. Den haben wir letztes Jahr aus der Not dort hingesetzt. Jetzt habe ich mich nicht getraut, den Strauch umzusetzen. Das mache ich dann im Herbst.

Die zarten Pflanzen müssen noch gut fixiert werden. Wir haben gerade 5 Jung-Füchse in der Gegend. Die toben sich gern im Beet aus. Hoffentlich halten die Tomaten dem Stand.

Sieht doch schon ganz gut aus... das erste der vier Felder ist fertig.

Sonntag, 17. Mai 2020

Bald geht's ins Beet

Die Beete sind jetzt fast fertig vorbereitet. Das Umgraben und Unkraut zupfen hat länger gedauert als gedacht. Jetzt muss nur noch alles halbwegs plan gezogen werden, damit später das Wasser nicht in eine Richtung abläuft und alle Pflanzen gleichmäßig Wasser bekommen. 

Am Dienstag wird das Bewässerungssystem geliefert. Außerdem kommen dann auch 40 Pflanzstäbe á 1,80m. Dann können die Pflanzen endlich umziehen.

Den Himbeeren geht es auch gut. Die werden ebenfalls an das Bewässerungssystem angeschlossen.


Mittwoch, 13. Mai 2020

Frostschutz....

Seit Sonntag habe ich die Pflanzen lieber wieder ins Haus zurück geholt. Für diese Woche sind nachts Temperaturen unter 0°C angekündigt. Tomaten nehmen da sehr schnell Schaden. Hoffentlich wird es Ende der Woche wieder milder und die Pflanzen können endlich ins Beet.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Die Mais-Ernte

Dieses Wochenende war nochmal richtig schönes Wetter. Zeit sich den Gemüsegarten nochmal anzusehen. An einigen Tagen der vorherigen Woche gab es morgens schon Frost, so dass die Pflanzen über kurz oder lang wohl erheblich leiden werden.

Der Mais sieht nach wie vor gut aus. Lediglich die grüne Farbe ist jetzt ein wenig mit schwarzen Punkten durchsetzt. Großartig gewachsen scheinen die Maiskolben nicht mehr zu sein. Das ist aber in Anbetracht der niedrigen Temperatur und der wenigen Sonnenstunden kein Wunder.


Mais vor der Ernte


Wenn man den Maiskolben sanft drückt, stellt sich ein weiches Gefühl ein. Die Maiskörner geben ein wenig nach, es fühlt sich etwas an wie Gummi. An und für sich das richtige Zeichen für die Ernte.

Nach der Ernte zeigt sich, dass auch der Mais offensichtlich zu spät gesät wurde. Der Maiskolben ist nicht vollständig ausgeprägt, auch die Körner könnten größer sein. Eine Geschmacksprobe zeigt aber, der Mais schmeckt süß und trägt den Namen "Zuckermais" zurecht. Die Farbe könnte gelber sein, aber was soll's.


richtig gelb wär's schöner...


Nachdem wir uns also an dem süßen Mais erfreut hatten, kam natürlich gleich die nächste Frage auf. Kann man die Maiskörner als Samen für das nächste Jahr nutzen? Gute Frage, denn ich bin mir nicht sicher, ob es sich nicht auch hier um eine hybrid Sorte handelt. Auf jeden Fall haben wir jetzt einen Kolben komplett von seinen Maiskörnern befreit und diese zum Trocknen auf einen Teller gepackt. Irgendwie bin ich nach wie vor gespannt, ob man hieraus auch Popcorn machen kann. Vermutlich gibt es auch hierfür eine spezielle Sorte von Mais. Aber: wenn die Maiskörner getrocknet sind, wird es einen ersten Test in der heimischen Mikrowelle geben.


Saatgut oder Popcorn?

Freitag, 12. Oktober 2012

Ergebnis Ernte "Erbsen"

Die Erbsen keimten ähnlich schnell wie die Buschbohnen. Wir hatten uns für die Sorte "Vitara, Pisum sativum C." entschieden. Die erwachsenden Pflanzen erreichen eine ähnliche Höhe wie die Buschbohnen. Im Unterschied zu den Bohnen entwickeln sich hier aber kleine "Tentakel" die sich überall verhaken. In unserem Fall hatten die Pflanzen scheinbar zu eng gesetzt, denn die Tentakel verhakten sich untereinander, so dass die ganze Reihe Erbsen quasi verbunden war. Irgendwann drückten sich die Pflanzen durch das hohe Gewicht gegenseitig nach unten und lagen auf dem Boden. Vielleicht sollte man beim nächsten mal einfach etwas unter die Pflanzen legen (kleine Äste o.ä.), denn die Erbsenschoten lagen bei uns auf dem Boden aus und wurden so teilweise faulig.

In Summe hatten wir trotzdem einen guten Ertrag, der für zwei vollwertige Mahlzeiten á drei Personen reichte. Viel leckerer finden wir allerdings, die Schoten einfach zu öffnen und die Erbsen zwischendurch roh zu essen.

Ergebnis Ernte "Bohnen"

Die Bohnen erfüllten die Erwartungen vollkommen. Wir hatten uns für Buschbohnen der Sorte "Prinzessa (Phaseolus vulgaris l.)" von FloraSelf im Baumarkt unseres Vertrauens entschieden. Die Packung versprach lange, runde Hülsen, ohne Fäden.

Anfangs wurde die Hälfte der Saat durch die Vögel vertilgt. Da die Samen sehr schnell keimen und kleine Triebe entstehen, konnten wir die betroffenen Stellen schnell ausmachen und nachsäen. Im Nachhinein eigentlich sehr praktisch, denn so wurde auch die Bohnen-Ernte zeitversetzt und wir hatten nicht zu viel Bohnen auf einmal.

Die einzige Problematik bestand darin, dass der Boden scheinbar zu locker für die schnell wachsenden Pflanzen war. Die Pflanze hatte bald ein erhebliches Gewicht, da sie sich nach oben wie zur Seite ausdehnte. Dabei fielen die Pflanzen förmlich um. Wir haben die Pflanzen immer wieder aufgerichtet und den Wurzelballen festgedrückt, doch die meisten Pflanzen fielen immer wieder und wieder um. Schließlich ließen wir sie gewähren. Fortan lagen die Pflanzen quasi auf dem Boden und wuchsen von dort in Lichtrichtung. Auf dem Bild kann man die dadurch entstandene, seltsame Form der Pflanzen erkennen. An und für sich besteht darin kein großer Nachteil. Lediglich die Bohnen hängen eben nicht fein säuberlich an der Pflanze, sondern liegen teilweise auf dem Boden. Das tat aber der Qualität der Bohnen keinen Abbruch.


so sehen "instabile" Bohnenpflanzen aus

Insgesamt haben wir drei große Schüsseln Bohnen geerntet, die für jeweils ein Essen für drei Personen gereicht haben. Zwischendurch haben wir auch immer mal wieder kleinere Mengen geerntet, die wir mit anderem Gemüse zusammen zubereitet haben. Für das Beet mit fünf Reihen ein guter Ertrag.

Ergebnis Ernte "Zucchini"

Mal abgesehen davon, dass ich immer wieder nachgucken muss, wie Zucchini eigentlich korrekt geschrieben wird, finde ich dieses Gemüse sehr sympatisch. Ohne Frage musste sie auf jeden Fall in unseren Gemüsegarten. Als anspruchslos geltend, verspricht sie bei minimalen Aufwand einen guten Erfolg.

So war es denn auch. Wir hatten eine kleine Pflanze gesetzt, die wirklich kaum größer als ein Stiefmütterchen war. Die Pflanze wuchs und wuchs und wuchs. ziemlich schnell trug die Pflanze die ersten Blüten und an einigen der Blüten entstanden kleine Zucchinis. Dabei bildet sich an der Pflanze ein langer Stängel und am Ende des Stängels die Blüte. Bei manchen Blüten wurde dann aus dem Stängel die Zucchini, bei anderen nicht. So entstanden teilweise Zucchinis, an deren Ende noch eine Blüte wuchs.


fast reife Zucchini und junge Zucchini mit Blüte


Die erste Ernte brachte rund 8 Zucchinis ein. Die Pflanze bildet eine Menge Blätter, was wohl auch so sein muss, damit die Zucchinis nicht in der Sonne liegen. Jetzt im Oktober sind aber einige der Blätter zerfressen und auch vergilbt, so dass wir einige der blätter entfernt haben. Die Pflanze trägt aber immer noch Zucchinis, die sicher in den nächsten ein bis zwei Wochen reif sind.


Zucchini-Pflanze mit zerfressenen Blättern

Da der Boden nun merklich feuchter geworden ist, haben wir die Zucchinis nun ein wenig vom Boden abgehoben, in dem wir einfach einen alten Klinker-Stein unter den tragenden Trieb der Pflanze gelegt haben.


abgestützte Zucchinis

Ergebnis Ernte "Physalis"

Die als Physalis oder auch als Kapstachelbeere oder Andenbeere bekannte Pflanze entwickelte sich ebenfalls prächtig. Wir haben die Pflanze als etwa 30 cm großes Pflänzchen eingepflanzt.
Entwickelt hat sich eine über 2 Meter große Pflanze mit 4 großen Haupttrieben. Die Pflanze entwickelte reichlich Blüten und auch immer Früchte. Nur haben wir den Fehler gemacht und die Pflanze zu dicht an die Tomaten gesetzt. So fehlte irgendwann vermutlich das ausreichende Sonnenlicht und die Früchte entwickelten sich nur noch an den vom Licht erreichbaren Stellen. Die Früchte sind aus meiner Sicht sogar noch leckerer als die aus dem Laden. Irgendwie schmecken sie fruchtiger, gehaltvoller.


exotisch: die Blüte der Physalis


schützt die Frucht: Hülle der (unreifen) Physalis

Ergebnis Ernte "Kohlrabi"

Eigentlich bin ich kein Fan der Pflanze mit dem Namen "Brassica oleracea L. var. gongylodes" kurz: Kohlrabi. Aber irgendwie gehört die Pflanze in ein ordentliches Gemüsebeet. Die Samen gingen gut auf und wir mussten die Pflanzen-Reihe schnell ausdünnen. Eine Zeit lang stagnierte das Wachstum. Wir haben dann den Boden rund herum aufgelockert und siehe da, der Kohlrabi wuchs weiter.

Derzeit können wir das Ergebnis bestaunen. Der Kohlrabi hat eine gute Größe erreicht. Leider hat der ein oder andere Kohlrabi Bekanntschaft mit Schnecken machen müssen, so dass die Kohlrabis teilweise angeknabbert sind. Auch haben die blätter mittlerweile gelitten. Sie haben eine Art Lochfrass bekommen.
Der versierte Gärtner könnte an dieser Stelle sicher sagen, ob es sich um eine Schnecke, Milbe oder einen Pilz handelt. Ich weiß es nicht. Und eigentlich ist es mir auch egal, die die Frucht scheint derzeit nicht darunter zu leiden. Früher hatte der nette Mann von Calgon etwas gegen Lochfrass bei der Waschmaschine zu Hand. Ich fürchte nur, dass dies hier nicht hilft. Wäre auch nicht wirklich "bio".


Der Kohlrabi in voller Pracht


Der Calgon-Mann hätte seine wahre Freude...


Ergebnis Ernte "Mais"

Der Mais hat uns mit Abstand am meisten überrascht. Die Saat viel am ehesten in die Kategorie "das wird sowieso nichts". Der Samen ging alsbald auf und wuchst zu kleinen Pflänzchen heran. Die beiden Reihen haben wir etwas ausgedünnt und sonst nichts weiter unternommen. Weder wurde der Boden aufgelockert, noch wurden die Pflanzen abgestützt oder ähnliches. Und siehe da, die Pflanzen wuchsen und wuchsen.

Mittlerweile sind die pflanzen gut 1,80 Meter hoch und an jeder Pflanze befindet sich ein Maiskolben.
Entstehen soll hier sogenannter Zuckermais. An und für sich sollte der Mais langsam zu ernten sein. Wir haben gelesen, dass die Pflanzen sich dann braun einfärben und die kleine "Haarfrisur" auf dem Kolben sich dann ausdünnt. So sieht man es ja auch immer auf den Feldern.
Zwar kriegt unser Mais wirklich langsam "Haarschwund", aber er färbt sich nicht wirklich. Die Körner kann man durch die Schale ertasten, sie fühlen sich aber noch sehr weich an. Wir werden noch warten und hoffen, dass es noch keinen Nachtfrost gibt.


zwei Reihen Mais "Golda (Zea mays)"

Die "Frisur" vom Maiskolben verändert sich


Ergebnis Ernte "Kürbis"

Die beste "Haltungsnote" bekommt an dieser Stelle definitiv der Kürbis. Wir hatten im Baumarkt unseres Vertrauens den Samen "Big Max (Cucurbita pepo L.)" von FloraSelf erworben. Der daraus entstehende Riesenkürbis ist nicht zum verzehr geeignet, macht sich aber gut zum Schnitzen von Halloween-Kürbissen.

Der Plan war einfach - wieso Kürbis zum Schnitzen teuer kaufen und auch noch schleppen, wenn man ihn bequem im Garten ernten kann?
Soweit zum Plan, in der Realität ist von 6 Samen einer aufgegangen. Die anderen vielen Möglicherweise aber den Vögeln zum Opfer. Das kleine Pflänzchen entwickelte sich rasch zu einer ansehnlichen Ranke mit vielen tollen Blüten. Leider verwelkten die Blüten und es blieben (anders als bei der Zucchini) keine Früchte übrig.

Ende August hatte die Pflanze dann schon ein Ausmaß erreicht, dass ich die Wahl zwischen Abschneiden oder Beantragung eines Wegerechts bei den Nachbarn hatte. Die Wahl fiel auf das Abschneiden, auch weil viele Leute und sagten, die Pflanze muss möglichst kurz gehalten werden, damit die Energie in die Früchte geht. Das klang logisch.

Nun ist Mitte Oktober. Die Pflanze wurde immer reichlich eingekürzt. Man muss dazu sagen, dass man mit dem Kürzen kaum nachkommt, denn man kann der Pflanze fast beim Wachsen zusehen. Nur Früchte sind nach wie vor nicht zu erkennen. Möglicherweise ist die Pflanze nicht mit dem Datum von Halloween vertraut. Es erscheint aussichtslos, noch einen ausreichend großen Kürbis bis zu Halloween zu ernten. Wenn überhaupt würde er wahrscheinlich eher Apfelgröße haben. Unwahrscheinlich, dass man mit derlei Schnitzwerk tatsächlich Kindern einen Schrecken einjagen kann...


Sollte hier nicht eigentlich ein Kürbis wachsen?


Wir haben den Tipp erhalten, dass möglicherweise die Bestäubung nicht geklappt hat. Bei den nächsten Blüten werden wir uns einen Pinsel schnappen und die Blüten quasi analog bestäuben....


Kürbis-Pflanze nach zwei Wochen Urlaub
Kürbis-Pflanze nach dem Einkürzen

Ergebnis der Ernte / die "errors"

Gut - wie gesagt, wir arbeiten nach dem Prinzip "try & error". Beschränken wir uns hier mal auf das "error".
Irgendwie haben genau die Pflanzen gar nicht funktioniert, die uns eigentlich am unkompliziertesten erschienen.

Möhren: zwar keimten die Samen offensichtlich schnell und es kamen kleine Blättchen zum Vorschein,
jedoch blieb es bei 2-3 cm langen Blättern, die dann rasch verwelkten. Vielleicht lag es an den vielen Regentagen.

Poree: keimte ebenfall schnell und bildete 20-25 cm langes Lauch. Der Durchmesser war allerdings äußerst dürftig und Mitte / Ende August verkümmerte das Lauch. Möglicherweise war der Boden zu hart. Wir hatten ihn zwar zwischen drinnen etwas aufgelockert, aber vermutlich zu spät.

Gurken: bildete nette lange Triebe, die auch Blüten bildeten. An einigen Blüten gab es sogar kleine Gürkchen, die aber nie über die Länge von 6-7 cm hinaus kamen und dann vor sich hin vegetierten.
Möglicherweise waren der Pflanze mit dem Namen "Chinese Slangen" die Berliner Bodenverhältnisse zu widrig.

Fazit: nächstes Jahr werden wir sicher die Gurken nochmal probieren. Vielleicht war der Standort auf Beet 1 zu schattig. Wir werden sehen...


Das Beet wird bepflanzt

Ende Juni waren wir dann soweit, dass wir unser Beet bepflanzen bzw. die Samen aussäen konnten.
Den Warnungen der Nachbarn zum Trotz, dass dieser Boden ohnehin nicht zu Gebrauchen wäre, wählten wir also voller Euphorie zahlreichen Gemüsesorten aus und forderten unser Glück heraus.

Beet 1: Möhren (Samen), Gurken (Samen), Kürbis (Samen), Zucchini (Pflänzchen)
Beet 2: Bohnen (Samen)
Beet 3: Kohlrabi (Samen), Poree (Samen), Erbsen (Samen)
Beet 4: Erbsen (Samen), Mais (Samen), Cocktail-Tomaten (Pflanze), Tomaten Pflanze

Alles wurde gemäß Anleitung in den Boden gerbracht, lediglich mit den Abständen haben wir es nicht immer so genau genommen. Da die Vögel auch Ihren Zoll verlangen und meist eine Menge Samen für sich fordern, haben wir alles enger gesät und wollten im Notfall die Pflanzen später ausdünnen.

Gut, nun also warten....

Die Scholle wird abgesteckt....

Im Juni 2012 hatten wir es endlich geschafft. Der Großteil der Arbeiten am und im Haus waren erledigt, so dass wir uns mehr dem Garten widmen konnten. Als erstes wollten wir einen kleinen Gemüsegarten anlegen. Das sollte auf der einen Seite lediglich als Spaß / Hobby passieren und auf der anderen Seite unserer 5jährigen Tochter beibringen, dass Gemüse nicht sauber abgewaschen im Supermarkt wächst...

Zunächst haben wir eine geeignete Stelle im Garten gesucht und abgesteckt. Das Abstecken war einfach, die Säuberung des Bodens umso schwerer. Unter der Grasnarbe verbargen sich jede Menge an Wurzelwerk.
Irgendwann war es geschafft. Wir haben dann aus dem Quadrat vier kleine Beete geschaffen, die durch entsprechende Wege verbunden sind. Die Wege haben wir mit alten Klinker-Steinen abgegrenzt. Später kommt in den Weg ein Wurzelfließ hinein und oben drauf kommt Schotter.
Die kleinen Weidenzäune haben wir im Baumarkt erstanden.

Also bald kann es losgehen...